Im Blog «AD(H)S oder Hochsensibilität» habe ich anhand eines Buches die Unterschiede aufgezeigt. Nun möchte ich hier etwas anfügen.

In dem Blog werden, wie ich das übersetze, «Kopf- und Bauchmenschen» mit den gleichen Merkmalen beschrieben. Der einzige Unterschied macht die Art des Denkens aus. Ich weiss aber aus Erfahrung, dass auch ein Denker zu einem Bauchmenschen werden kann. Der analytische Teil ist oft sehr hilfreich und kann z.B. chaotische Zustände schnell überblicken. Dieser analytische Teil muss und darf auf keinen Fall weggemacht werden. Mit einer starken Ratio zum Bauchgefühl zu finden ist nicht einfach und für einen Bauchmenschen ist es wohl unmöglich ein Analytiker zu werden. 

Mir stellt sich hier die Frage, ob es notwendig ist, einen Unterschied zu machen. Jeder ist einzigartig. Wenn sich ein Kind entfaltet ist es aus meiner Erfahrung wichtig, es genau da zu unterstützen, wo es jetzt steht, so dass es sein riesiges Potential ans Licht bringen kann. Das heisst, dass wir das Kind und natürlich auch immer uns selbst in unserem Fahrzeug, das gewisse Möglichkeiten aufweist, erkennen. 

„Dieses Fahrzeug ist unser Körper mit unserem Verstand, und der bringt gewisse Voraussetzungen mit, welche wir nicht wegmachen können und dürfen.“

Alles darf sein. Nur, wie gehen wir damit im Alltag um? Wie können sich unsere hochsensiblen Kinder in den aktuellen Gesellschaftsnormen optimal entfalten? 

Analytiker sind sehr gefragt, Intuition wird als schwach bezeichnet. Männern wird ein scharfer Verstand attestiert und Frauen sind emotional. Was ist mit den Männern und Knaben mit einer gefühlvollen Natur? Die werden von Kind an zu Analytikern gezüchtet. Frauen wollen starke Männer und wollen auch, dass sie über Gefühle sprechen. Tun sie das tatsächlich sind sie «Schwächlinge», tun sie es nicht sind sie Gefühllos. Die Frauen emanzipieren sich immer mehr. Eine stark emanzipierte Frau wird als «hart» bezeichnet und eine gefühlvolle Mutter als «schwach» und «zu sensibel». Wir leben in einer Zeit wo das schwarz/weiss Denken stärker ist denn je. 

Gibt es die Möglichkeit beide Seiten zu leben und zu lieben ohne sie in eine Schublade zu stecken? 

Gibt es die Möglichkeit beide Seiten zu leben und zu lieben ohne sie in eine Schublade zu stecken?» Meine Antwort:» Ja die gibt es! Dazu braucht es nur etwas Mut sich immer mehr selbst zu erkennen und sich danach zu richten. Das heisst auch, nicht mehr der Gesellschaft entsprechen zu wollen.» 

Wir dürfen mit unseren Kindern andere Wege gehen! Wir dürfen die Kinder auch anders erziehen, weg von Leistung und Wettstreit. Ein Kind mit AD(H)S muss nicht gebremst oder gar aus seiner Lethargie gerissen werden. Dieses Kind braucht vielmehr eine Umwelt und ein Umfeld, in dem es mit seinen Möglichkeiten optimal umgehen kann. 

Fühlst du dich in irgendwelcher Form angesprochen? Möchtest du dich selbst besser kennenlernen und für dich herausfinden, welcher Weg für deine Familie der optimalste ist?

 

Gerne begleite ich dich auf deiner Reise mit einem meiner Angebote.