Auf meiner Webseite schreibe ich immer von Hochsensibilität. Dies hat den Ursprung darin, dass Hochsensibilität der weiterverbreitete Ausdruck ist als Hochsensitivität. In der Regel werden sie als Synonyme verwendet. Hier möchte ich aufzeigen, warum sich die beiden Ausdrücke unterscheiden. Vorerst werde ich auf meiner Webseite aber bei Hochsensibilität bleiben.

«Hochsensibilität ist mehr als eine Mimosa»

Vom Ausdruck her finde ich, dass Hochsensitivität viel deutlicher erklärt was mit Hochsensibilität gemeint ist. Hochsensibilität wird oft als eine Schwäche verstanden, z.b. wenn ein Kind schnell weint. Sofort wird es als empfindlich beschrieben. Dem ist natürlich nicht so, wenn wir uns vor Augen halten, dass hochsensible Kinder sehr viel mehr Reize aufnehmen, als sensible Kinder und diese auch noch verarbeiten müssen (AD(H)S oder Hochsensibilität). Da kann ein Zettel der Unterhose oder eine breiige Speise schnell Zuviel sein.

«Hochsensible Kinder haben einen besonderen Zugang zum Nicht-Sichtbaren.»

Hochsensitiv schliesst die besondere Art, auch das Nicht-Sichtbare wahrzunehmen mit ein. Hochsensitive Kinder und, wie im letzten Blog erwähnt, oft auch hochsensitive Mütter, nehmen erstmal unbewusst z.B. vom Gegenüber alles auf und identifizieren sich sofort mit dessen Gefühlen, Befinden und Gedanken. So kann es sein, dass ein hochsensibles Kind in diesem Moment gut gelaunt und sehr bei sich ist und im anderen Moment eine unverständliche Wut, Trauer, Unruhe usw. verspürt. Das Kind kann das aber selten so ausdrücken und reagiert dann gerade, wie es aus ihm herauskommt. Das kann von komplett überdreht, ungehalten bis zum Rückzug sein. Die Mutter versteht ihr Kind in so einer Situation oft nicht mehr und denkt vielleicht: «Ach, ist das Kind heute dünnhäutig.» In solchen Momenten sprechen Kinder häufig auch Sachen aus, die sehr überraschend sind. Manchmal sprechen sie sogar die Gedanken des Gegenübers aus. Daher ist es verständlich, dass hochsensible Kinder Mühe haben mit der eigenen inneren Abgrenzung zum Aussen.

Hochsensitiv schliesst ebenfalls mit ein, dass sich die Kinder sehr tief in eine Aktivität hineingeben können. In dieser hohen Konzentration sind sie teilweise nicht ansprechbar. Dies ist unter anderem wohl eines der deutlichsten Anzeichen, wie sich hochsensitive Kinder von Kindern mit AD(H)S unterscheiden (AD(H)S oder Hochsensibilität).

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Bild: Unsplash.com/Toa Heftiba